Üben im Liegen – Sensity

Spielerisch Sensity

Spielerisch Sensity

Unseren Körper wahrnehmen, ihn ohne jegliche Anstrengung im Liegen langsam bewegen.

In der besonders langsamen Bewegung haben wir die Gelegenheit, genau zu erkennen, was wir tun. Über den Bodenkontakt erhalten wir eine deutliche Rückmeldung zu unserer Haltung. Die Sicherheit, nicht fallen zu können, läßt uns gelassen probieren. Anders als im Stand, wo ständig der Schwerkraft entgegengewirkt werden muß, können wir uns auf dem Boden ganz dem ruhigen Spüren überlassen.

Und so erkennen wir bald, daß manches an unseren Bewegungen unrund ist, Energie verschwendend und verspannt ausgeführt wird. Durch das Gewahrwerden stellen wir den Kontrast zu unserer üblichen Körperempfindung her. Nun wird deutlich, daß es auch komfortabler geht. Nicht nur der kleine, abgespreizte Finger beim Heben der Kaffeetasse braucht nicht angestrengt zu werden, auch die hochgezogenen Schultern oder die angstvoll angespannten Beine tragen nur zur Steifheit bei.

Werden die Bewegungen leichter und durchlässiger, befreit sich auch der Geist von Ballast. Wir organiseren uns mit der Zeit ganz und gar neu. Nicht nur die Haltung ändert sich, insgesamt werden wir flexibler. Jedenfalls bei kontinuierlicher Übung. Zur deutlichen Veränderung ist die Zeit in Stunden nötig, die das Lebensalter vorgibt. Ein 50jähriger müßte also etwa 50 Stunden üben, damit sich neue Muster prägen können.

Zu erkennen, was wir tun, schafft Zuversicht.

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