Abendlauf zur Winterzeit – Training in der kalten Jahreszeit

Für den Abendlauf zur Winterzeit bedarf jedes Jahr nicht nur einer Überwindung sich wieder an die Dunkelheit zu gewöhnen, auch der dadurch veränderte Trainingsrythmus will nicht gleich schmecken. Morgens dunkel, abends von der Arbeit kommend ebenso. Man möchte dennoch gerne raus. Viele mögen mit dem Laufband im Studio keine Freundschaft schließen.

So mancher wird es nicht mehr hören wollen, wenn’s der Trainer so oft wiederholt: „Ein guter Athlet wird‘ im Winter gemacht“. Was nützt es, wenn die weit höheren Verletzungsgefahren alles wieder zunichte machen. Man sollte also genau abwägen, welche Risiken sich einzugehen lohnen.

Abendlauf mit Stirnlampe

  • Werde ich selbst rechtzeitig von Fahrzeugen erkannt? Dafür Sorge zu tragen, daß wirklich genügend Reflektoren dem Autofahrer den auch noch in männerschwarzer Kleidung daherkommenden Läufer rechtzeitig signalisieren, steht wohl an erster Stelle der Vorsichtsmaßnahmen. Wenn Fahrzeuge bei glatten oder durch Schnee verengten Straßen es schwerer haben,  auszuweichen, wird es besonders wichtig sich in die Lage der Fahrzeugführer hineinzuversetzen.
  • Kann ich die Beschaffenheit der Laufstrecke gut genug erkennen? Stirnlampen sind praktisch, erlauben aber nur eine  begrenzte Vorraussicht. Wenn der Schnee dazu noch alles abdeckt, sollte man sich von geliebten Waldwegen vielleicht doch mal vorübergehend  trennen. Es ist unmöglich in der Dunkelheit zu erkennen, wie uneben der Boden wirklich ist. Trotz Lampe. Im Winter ist die Straße die bessere Wahl. Eine einsame Strecke sollte sich finden lassen.
  • Erfrierungen drohen bei Wind durchaus. In unseren Breiten treten Frostverletzungen sicher selten auf. Bei stärkerem Wind sollte man aber auf jeden Fall für genügend Schutz sorgen. Da läßt es sich nicht vermeiden, daß es unter den Schichten mal zu warm wird. In der Anstrengung des Laufes kann es sonst passieren, daß man Erfrierungen der Haut nicht gleich spürt.
  • Trainingsplan nicht zu strikt befolgen. Schnellere Läufe bei Glatteis partout durchziehen zu wollen, nur weil sie imPlan sind….. Braucht man nicht zu kommentieren.
  • Auch bei Kälte genug trinken. Die Neigung rechtzeitig zu trinken, sinkt mit der Temperatur. Kommt noch die geringere Fließbereitschaft des Blutes dazu, weil man friert, kann die durch zusätzlichen Flüssigkeitsmangel verminderte Viskosität, schneller zu Frostbeulen führen.  Blut transportiert auch Wärme. Ist das Blut zu dick, sind Ohren oder Nase schneller durch Frost gefährdet. Das kann innerhalb weniger Minuten geschehen.
  • Eigene Grenzen genauer beachten. Unterwegs auf einsamer Strecke nicht mehr weiter zu können, kann in eisiger Dunkelheit fatal enden. Eine Zwangspause sollte kleidungsmäßig einkalkuliert werden. Nichts ist beim Laufen unangenehmer, als mit verschwitzten Sachen vom kalten Wind getroffen, bis aufs Mark durchzufrieren. Eine enganliegende Lauftasche in der das Notfallhandy nicht herumhüpft, ist da eine gute Idee.

Die natürliche Abneigung den Abendlauf zur Winterzeit genauso wie zu wärmeren Jahreszeiten weiter zu trainieren, macht Sinn. Mit entsprechender Umsicht kann diese Zeit dennoch gut genutzt werden. Und so Mancher läuft bei Kälte erheblich lieber, als bei Hitze von 25 Grad und mehr. Für diese Sportler  ist der Winter mit seinen niedrigen Temperaturen gradezu die Lieblingstrainingszeit.

Niemand wird krampfhaft bei Glatteis oder knietiefem Nasschnee die geplanten Kilometer durchziehen. Wenn es wirklich glatt ist, bleibt man gemütlich zu Hause, bei sonstigen widrigen Bedingungen muss halt auch mal improvisiert werden. Auf diese Weise kommen schon auch im Winter  ein paar flotte Kilometer zusammen, die man auch genießen konnte.

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