Kategorie Archiv:Qi Gong

Energie durch Stehmeditation – Stehen wie eine stille Kiefer

In der Ruhe liegt die Kraft. Energie tanken mit der Qi Gong Übung in Stehmeditation: Stehen wie eine stille Kiefer. Weniger machen, mehr zur Ruhe kommen. Die Qi Gong Stehmeditation „Stehen wie eine stille Kiefer“ hat eine sehr alte Tradition und tiefgreifende Wirkung.

Qi Gong Stehmeditation am Meer

Stehmeditation am Meer

Haltung für die Stehmeditation an einem ruhigen, windstillen Platz einnehmen

Such dir einen ruhigen, möglichst ganz windstillen Platz für deine Übung. Entspannt schulterbreit mit ganz leicht gebeugten Knien stehen, Lendenwirbelsäule öffnen, Becken sinken lassen, am Schopf wie nach oben gezogen fühlen, Kinn leicht einziehen und ein sanftes inneres Lächeln aufsetzen.
Die Arme zu einem großen Kreis vor dem Brustbein geformt, Ellenbogen erhoben, Schultern gesunken, Handgelenke ganz entspannt, aber noch Aufmerksamkeit in den Fingern behalten.

Der Atmung gelassen folgen und zählen

Die Atmung ruhig beobachten, sie kommen und gehen lassen, wie sie mag, und mit der Zeit im unteren Bauchbereich beginnen lassen. Nach und nach versuchen, die Zyklen von Ein- und Ausatmen im Geiste zählend bis 10 zu verfolgen. Wenns nicht klappt, immer wieder ohne Einmischung von Gefühl und Überlegung von neuem mit dem Zählen beginnen.
Möglichst ruhig abwarten, daß „es sich atmet“. Die Aufmerksamkeit beim Einatmen auf einen „Energieball“ um einen herum lenken, der sich dabei mit dir etwas ausdehnt und der sich beim Ausatmen in deiner Mitte – dem Bereich unter deinem Nabel und bis zum unteren Rücken – leicht verdichtet. So wenig wie möglich „eingreifen“, sondern geschehen lassen.

Stehmeditation im Wald

Stehen wie eine stille Kiefer

Wiederholt Körperspannungen beachten und weiter lösen

Immer wieder die Spannung der Beine lösen, Schultern weiter sinken lassen, überall die Restspannung bemerken und mehr und mehr lösen.

Dran bleiben

Die wohltuende Wirkung der Entspannung stellt sich rasch und unmittelbar ein, wenn man es schafft, mindestens 5 Minuten ruhig in der Stehmeditation zu verbleiben. Die Energie und Kraft wächst jedoch nur langsam. Es ist besser, zu versuchen, die Übung immer wieder im Alltag zu machen, zB an der Kasse im Supermarkt, auch wenn man dabei die Arme natürlich normal hängen läßt. Sich aber kurz zu sammeln, im Geiste innerlich zu schauen, Spannungen zu lösen, kann bei vielen Gelegenheiten ausgeübt werden, ohne daß die Umstehenden davon etwas mitbekommen.

Das Wichtigste bei der Stehmeditation

Vor allem das ruhige Lenken der Aufmerksamkeit auf die Atemvorgänge schafft die Tiefe und Kraft der Stehmeditation: Stehen wie eine stille Kiefer im Qi Gong.

Spürend bewegen – wach entspannen

Qi Gong an der Elbe

Nachspürend bewegen

Innehalten und nachspüren, aussteigen aus der Hektik des Alltags – dies können wir mit Meditation, Qi Gong, Taiji Quan, Qi Walking und Sensity erreichen. Die nachspürenden Bewegungsformen geben uns ein Gefühl dafür, wo die Verspannungen sitzen, wo uns der Leib aufzeigt, was uns aus dem Lot geriet. Die Einheit zwischen Denken und Handeln, Geist und Körper, Spannung und Entspannung allmählich wiederherzustellen, ist ein schönes Ziel. Und nicht ganz einfach zu erreichen. Sich in der Gruppe auf den Weg machen, mit Freude unsere Möglichkeiten neu entdecken und erweitern, das kann ohne Weiteres erreicht werden.

Alltagsstreß, mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung, Erschöpfungszustände, Lebensumbrüche, Partnerverlust, Krankheit, Alterserscheinungen, Sinnkrisen und Lebensüberdruß – all dies bewirkt, daß wir Schaden nehmen können an Leib und Seele, nicht mehr zur Ruhe kommen und uns unsere Grenze hart ankommt. Zu erkennen, wo wir stehen, wie wir uns halten und geben, ganz praktisch erfahren, ob wir zu weit gehen oder uns unnötig bremsen, dies kann in den Einzel- und Partnerübungen erfahren werden.

Spürend bewegen - wach entspannen

Aus der Mitte heraus bewegen

Bewußtheit durch Bewegung, wie Feldenkrais es genannt hat, ist bei fast jeder Bewegungsform möglich. Und dieses Nachspüren, dieses Erkennen des eigenen Tuns bedeutet Freude. So wie ein Säugling bei den ersten Lebensschritten losjuchzt, so wird das spürende Bewegen zur Lebensfreude. Nur in vergnügt-gelassener Atmosphäre kann wirklich gelernt werden. Aus dieser Freude des Lernens und Entdeckens entsteht wie von selbst Wachheit und Präsenz. Und so entsteht aus der Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen, allmählich neue Erkenntnis und ein neues Selbstwertgefühl.

Der Qi Gong-Stand

Das Qi fließt frei zum Himmel, mit der Erde verwurzelt.

Qi Gong findet allermeist im Stehen statt und daher ist der Qi Gong-Stand von ganz besonderer Wichtigkeit. Ein Anfänger wird lange nicht begreifen, wie die einzelnen Ausrichtungen zusammenspielen müssen, damit der Stand entspannt sein kann.

So wie angespannte Schultern niemals entspannte Hände und frei bewegliche Arme ergeben können, so müssen ebenfalls Becken und Hüften in belastetem wie unbelastetem Zustand frei sein, damit die Beine einen sicheren Stand erbringen können. Die Wechselwirkungen sind schwer in Worte zu fassen und wären mühsam zu lesen. Daher hier nur ein paar allgemeine Hinweise, der wichtigste zuerst: Den Schwerpunkt in die „Sprudelnden Quelle“ – Akkupunktur Punkt Yongquan Niere 1, mittig zum hinteren Ende des Fußballen hin – fallen lassen. Sobald Gewicht auf den Boden gebracht wird, sollte es in diesem Punkt gefühlt werden, gleichgültig ob beim Einbeinstand, im Bogenschritt oder in Bewegung, solange wie die ganze Fußsohle mit dem Boden Kontakt haben soll.

Yongquan - Sprudelnde Quelle - Akkupunktur Punkt Niere 1

Schwerpunkt in die Sprudelnde Quelle legen

Mit der Streckung der Wirbelsäule fließt das Qi besser .
Die Atmung ist tief und langsam und sollte – bei weich geschlossenem
Mund, die Zunge am oberen Gaumen – nur durch die Nase erfolgen.
Alle Bewegungen sind ruhig, weich, rund, leicht und entspannt.
Die Atmung bleibt fließend und der Bewegung angepasst.

Verwurzelt und ruhig

Verwurzelt und ruhig

Unseren Rücken kennen wir nur wenig

Wie wir uns im Alltag halten und unsere Wirbelsäule gebrauchen, ist den wenigsten bewußt. Unsere Körperbewußtheit für unsere Rückseite ist idR dürftig ausgeprägt. Daher bedarf es langen Übens, bis wir uns ein wenig besser damit auskennen, wie wir mit der Schwerkraft und der Ausrichtung unserer Wirbelsäule klarkommen. Es ist schnell verloren gegangen, was wir als Krabbelkinder konnten. Wir können diesen Komfort jedoch wieder erlangen. Und zwar mit dem Wunsch, durch so wenig wie möglich überflüssige Spannung unsere Beweglichkeit zu bremsen.  Wir müssen spüren lernen, was wir bewegungsmäßig tatsächlich tun. Die Übungen des Qi Gong und der Wiedererwerb der gut im Gleichgewicht ausgeführten Bewegung haben sehr viel mit der Leichtigkeit unseres Alltags zu tun. Die gefühlte Last kann sich gewaltig verringern.

Ausrichtung der WS beim Qi Gong Stand

Ausrichtung der WS beim Qi Gong Stand

Der Qi Gong-Stand ist die Basis der Stehmeditation

Qi Gong findet zwar bei weitem nicht nur unbeweglich im Stand an einer Stelle statt, aber dabei lassen sich die Feinheiten und Prinzipien am besten erspüren. Es empfiehlt sich, immer wieder die verschiedensten Standhaltungen, auch ganz ungewöhnliche und verrenkte einzunehmen, um das Gefühl für die Balance in Ruhe und Bewegung zu verinnerlichen und automatisch zu „verdrahten“. Bei der Stehmeditation wird man nicht steif. Die Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Spannungsbereiche, also das Lenken des Qi auf Gelenke und Haltungen, führt trotz minutenlanger Unbeweglichkeit in einzelnen Positionen zu mehr Beweglichkeit.

Stehmeditation Himmel und Erde

Stehmeditation Himmel und Erde

Copyright © 2017. Powered by WordPress & Romangie Theme.